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Wie schön hier die Ruhe und die ungestörte Natur ist

,...dachte ich gerade, als mir die neue Y-Trasse wieder eingefallen ist!

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Wir sind gegen Neubautrassen!

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Bürgerbündnis Nordheide e.V.

Das Bürgerbündnis Nordheide gegen Eisenbahnneubautrassen. e.V. (BBNH) ist ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften aus 14 Ortschaften, mit 850 Mitgliedern, der Landkreise Harburg und Lüneburg. Es wurde am 17. September 2014 in Bahlburg gegründet.

Das Bürgerbündnis wendete sich ursprünglich gegen die derzeit von der Bahn AG geplanten Eisenbahnneubaustrecken in der Region, insbesondere gegen die geplante Hochgeschwindigkeitstrasse von Ashausen nach Unterlüß bzw. Suderburg und die sog. „Breimeier-Trasse“. Das Bündnis versteht sich nicht nur als Dachorganisation für zahlreiche örtliche Initiativen, sondern vertritt gegenwärtig rund 700 Mitglieder, das sind vor allem die Anwohner der von den geplanten Trassen betroffenen Ortschaften.

Gegenwärtig vertritt das Bürgerbündnis Nordheide e.V. die Bürgerinitiativen aus Stelle / Ashausen, Scharmbeck / Grevelau, Pattensen, Wulfsen, Toppenstedt, Roydorf, Luhdorf, Bahlburg, Vierhöfen, Salzhausen / Luhmühlen, Raven / Putensen, Südergellersen, Betzendorf und Barnstedt.

Das Bürgerbündnis ist ein eingetragener Verein, der ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dient.

Das Bürgerbündnis gründete sich, als durch die Presse bekannt wurde, dass die DB AG einen neuen Anlauf unternehmen werde, Kapazitäten für die wachsenden Hafenhinterlandverkehre zu schaffen und dabei 10 Varianten vorstellte. Es wurde bald klar, dass die Strecke Ashausen – Unterlüß/ Suderburg der große Favorit war. Bürger und Bürgerinnen wollten nicht tatenlos zusehen und so gründeten sie das Bürgerbündnis Nordheide.

Gleichzeitig entstand die politische Idee eines Dialogforums, in dem sich Politik, Kommunen und Bürgerinitiativen während 8 Monaten zusammensetzen sollten, um eine für die Region tragbare Lösung zu finden. Zu diesem Zeitpunkt (Anfang 2016) hatte das BBNH bereit annähernd 800 Mitglieder und war dadurch legitimiert, an diesem Dialogforum Schiene Nord teilzunehmen. Während der ersten Sitzung zeigte sich, dass dieses gut 90-köpfigen Gremium  ohne bahnunabhängigen Fachbegleiter nicht auf Augenhöhe mitreden konnte. Mit dem Hamburger Verkehrsexperten Dr. Thomas Rössler von HTC Consultancy bekamen die Forumsteilnehmer den erforderlichen Zuwachs an Kompetenz, sodass schon im Sommer auf Augenhöhe diskutiert und verhandelt werden konnte. Es gelang den Forumsmitgliedern „das Zepter in die Hand“ zu nehmen, sodass wir gemeinsam in den nächsten Sitzungen mit einem eigenen Kriterienkatalog maßgeblich Akzente setzen konnten. Das Gremium arbeitete unter Volldampf, denn die Zeit war begrenzt. Am Ende des Dialogs im November bestand weitgehend Konsens, dass die Ausbaulösung der „Alpha-Trasse“ geknüpft an die „ 9 Bedingungen der Region“ akzeptiert werden konnte.

Im Jahre 2015 hat das Dialogforum Schiene Nord in Celle stattgefunden. Darin bewerteten über 90 Regionalvertreter (Landkreise, Kommunen und Bürgerinitiativen) 10 Trassenvarianten der DB AG und fügten eine neue Variante (sog. Alpha-Ausbaukonzept – siehe Skizze unten) hinzu. Das Bürgerbündnis hat am DSN auch teilgenommen und maßgebliche Beiträge geleistet. Das Ergebnis des Forums ist das von einer ganz großer Mehrheit  getragene Abschlussdokument. Dieses enthält die Empfehlung des „Alpha Ausbaukonzept“ verbunden mit den sog. „Bedingungen der Region“, das sind vor allem übergesetzlicher Lärmschutz, Verbesserungen für den Nahverkehr und Ausgleich für verbleibende Nachteile.

Der Landrat von Uelzen, Wortführer der Kommunalvertreter, hat dies in die einprägsamen Worte gefasst: „Die Region sieht die Notwendigkeit die Kapazitätserfordernisse des Hafenhinterlandverkehrs zu erfüllen und ist deshalb bereit, Lasten zu tragen. Dies aber nur, wenn die betroffenen Anwohner bestmöglich, nach dem technisch machbaren Standards geschützt werden und sich auch ein Ausgleich für verbleibende Beeinträchtigungen durch regionale Vorteile ergibt“.

Niemand hat damit gerechnet, dass die Region die Einigkeit und den Sachverstand aufbringt, bei der so unterschiedlichen Interessenslagen und Betroffenheiten zu einer gemeinsamen Empfehlung zu kommen. Dieser Vorgang hat sich in der Bundesrepublik erstmals in dieser Form ereignet.

Zur Umsetzung des Abschlussdokuments wurde gemäß diesem Papier der „Projektbeirat zur Umsetzung des DSN-Abschlussdokuments“ gegründet. Er hat sich im Februar 2016 konstituiert und besteht aus 4 Landräten, 4 Bürgermeistern und 8 Bürgerinitiativen. Gleichberechtigte Sprecher sind derzeit  der Samtgemeindebürgermeister Dr. Peter Dörsam und der Architekt Axel Meinhard. Der Projektbeirat hat die schwierige Aufgabe, einerseits die Widerstände in Berlin hinsichtlich der Einbeziehung der Bedingungen der Region in das Alpha-Vorhaben zu erreichen und andererseits die Gegner des Alpha-Konzepts an den betroffenen Strecken (insbesondere Deutsch-Evern und Bad Bevensen) zu „Mitstreitern für die Bedingungen der Region zu gewinnen (siehe unter Button Informationen „Aktueller Stand in der Region und im Projektbeirat“).

Eines ist schon jetzt klar: sollte das Alpha-Konzept nicht realisiert werden können, begibt sich die Region einer historischen Chance, und die Mehrverkehre würden dann entweder ohne jeden weiteren Anwohnerschutz über die bestehenden Strecken rollen oder es käme doch wieder eine Neubauvariante ins Spiel (A7-Variante, Ashausen-Unterlüß/ Suderburg, Klassisches Y).