Der Projektbeirat Alpha ist das Umsetzungsgremium der Region für das sogenannte „Alpha-Konzept“ und möchte Ihnen einige Fragen beantworten:

Warum hat das Dialogforum Schiene Nord (DSN) sich für das Alpha-Konzept entschieden?

Aufgrund des bisherigen und des prognostizierten Wachstums des Güterverkehrs von und zu den Nordseehäfen müssen zunehmend mehr Güter transportiert werden. Wir alle als Konsumenten dieser Waren müssen dafür Lösungen schaffen. Bund, Land und Bahn haben im Jahre 2015 die Landkreise, Kommunen und Bürgerinitiativen in Nordniedersachsen gebeten, eine Streckenvariante zu finden (Dialogforum Schiene Nord). Die Region hat sich im Abschlussdokument für einen Ausbau mehrerer bestehender Strecken als kleinstmögliches Übel entschieden und um die Verkehre möglichst zu verteilen.

Das ist „Alpha E“ wie auf der Skizze dargestellt. Hier sind die ungefähren Zugzahlen pro Tag für Ist-Stand 2015, 2030 Bezugsfall (ohne Baumaßnahmen) und 2030 Alpha angegeben, unterteilt in Personennahverkehr, Personenfernverkehr und Güterverkehr. Wird ergänzt, derzeit nur Angaben 2030 Bezugsfall und 2030 Alpha für Güterverkehr.

HH – LG – UE:

Ist-Zustand: ca. 180 GZ

2030 ohne Alpha 290 GZ,

2030 mit Alpha 348 GZ

UE – CE –Lehrte:

Ist-Zustand ca. 90 GZ

2030 ohne Alpha ca. 180 GZ,

2030 mit Alpha ca. 200 GZ

Amerikalinie:

2030 ohne Alpha ca.  0 GZ,

2030 mit Alpha 38 GZ

alpha-uebersichtskarte-bbnh

Was macht das DSN-Abschlussdokument für unsere Region  so bedeutsam?

Das DSN-Abschlussdokument beschränkt sich nicht nur darauf, eine Vorzugstrasse zu empfehlen.

Der Landrat von Uelzen, einer der Wortführer der Region, hat gesagt: „Wir sind bereit, Lasten zu tragen, aber nur, wenn unsere Bedingungen eingehalten werden und wir davon auch Vorteile haben“. So sind die Bedingungen der Region entstanden. Diese sind untrennbar mit den Alpha-Strecken verbunden.

Die wichtigsten Bedingungen der Region sind (zusammengefasst)

Optimaler, übergesetzlicher Lärmschutz

  • Ausschöpfung aller technischen Möglichkeiten des aktiven Lärmschutzes
  • Volllärmschutz (Mittelungspegel 59 dB(A) tags/ 49 dB(A) nachts) für  alle bewohnten Siedlungsbereiche auch bei Mehrbelastungen von Streckenabschnitten, die nicht durch Baumaßnahmen betroffen sind
  • Maximaler Spitzenpegel von 45 dB(A) nachts in Schlafräumen
  • Gesamtlärmbetrachtung aller Verkehrslärmquellen
  • Umrüstung auf leise Bahnbetriebstechnik
  • Bestmöglicher Schutz vor Vibrationen/ Erschütterungen und Elektrosmog

Verbesserungen für den Nahverkehr

Ausgleich für verbleibende Nachteile, der vom Gesetz nicht vorgesehen ist, wie Ausgleich für Immobilienwertverluste, Siedlungsentwicklung etc.

Ist es sicher, dass die Bedingungen der Region kommen?

Der Konsens der Region setzt voraus, dass die Bedingungen der Region eingehalten werden. Der Projektbeirat ist dafür da, diese Forderungen der Region in der Politik durchzusetzen. Die Region hat dabei die entscheidende Aufgabe, dem Bundestag, der dafür zusätzliche Gelder bereitstellen muss, zu überzeugen, dass es ohne die regionalen Bedingungen aus dem Abschlussdokument kein Alpha geben kann.

Was ist die Alternative?

Sollte der Konsens der Region scheitern, wird es keine Baumaßnahmen geben können – weder an der Bestandsstrecke, noch als Neubaustrecke. Durch diese Blockadehaltung würde voraussichtlich die Situation entstehen, dass die Gütermehrverkehre über das bestehende Gleisnetz rollen, ohne dass es zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen käme.

Deshalb der Aufruf an die Alpha-Gegner:
Werdet zu Mitstreitern für die Bedingungen der Region!

Nur so kann der Konsens der Region gelingen.

Stand: 12.09.2016