Auszug aus unserer Flyer / Bürgerinfo | Dezember 2014

Keine Trasse durch die Nordheide!

Die Deutsche Bahn plant eine Hochgeschwindigkeitstrasse ausgelegt auf 300 km/h für den
Güter- und Personenverkehr quer durch die Landkreise Harburg – Lüneburg – Uelzen. Direkt
betroffen sind u.a. Ashausen, Scharmbeck, Roydorf, Luhdorf, Bahlburg, Vierhöfen, die Gellerser
Dörfer, Wetzen, Embsen, Betzendorf, Barnstedt und zahlreiche Ortschaften im Landkreis Uelzen.
Hintergrund: Die Bahn ist vom Bundesverkehrsminister beauftragt, Alternativen zu der bereits vor Jahren geplanten
Y-Trasse, die sich im Raum Rotenburg – Walsrode am Widerstand der Bürger und Gemeinden festgebissen hat, zu
entwickeln.

Nun hat die Bahn folgende Alternativen vorgestellt:

  • Einen Ausbau der Bestandsstrecke Winsen – Lüneburg – Uelzen – Celle- Hannover mit weiteren Gleisen.
  • Den Neubau einer Güterverkehrsstrecke zwischen Maschen – Soltau – Celle (im Norden parallel zur A 7).
  • Den Neubau einer zweigleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke für den Güter- und Personenverkehr von Ashausen über Roydorf, Luhdorf, Bahlburg, Vierhöfen, Gellerser Dörfer bis nach Suderburg bzw. Unterlüß – siehe Plan im Flyer.

Trotz aller Beteuerungen, das Auswahlverfahren wäre „ergebnisoffen“, ist bereits heute die Favoritenrolle der Strecke mitten durch unsere Nordheide-Region erkennbar, weil die Variante Suderburg / Unterlüß die kürzeste und billigste ist. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist die dünne Besiedlung in unserem Raum. Daher erwartet die Bahn am wenigsten Widerstand von den Bürgern, Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und Gemeinden. Hier wird sich die Bahn täuschen!

Die Planungen sind bereits sehr fortgeschritten. Eine Entscheidung soll schon Ende 2015 getroffen werden.

Das bedeutet für uns:

  • Die kilometerweite Verlärmung unseres Lebensumfeldes: Durch die ICE-Züge tagsüber (bis 260 km/h)
    und nachts durch Güterzüge (bis 160 km/h)
  • Die Gleisabstände zu den Anrainerdörfern betragen in vielen Fällen nur wenige 100 Meter.
  • Die Zerstückelung der Landschaft hätte verheerende zerstörerische Wirkung auf unsere Landschaftsund
    Naturschutzgebiete, Feuchtbiotope, Flora-Fauna-Habitate und Trinkwasserschutzgebiete.
  • Es gibt keinen Nutzen für unsere Region! Im Gegenteil – viele Gemeinden werden abgeschnitten,
    alte Wegebeziehungen fallen fort und die Bewirtschaftung der Ackerflächen wird erheblich erschwert.

Im Ergebnis würde sich die Lebensqualität der in unserer Region lebenden Menschen irreparabel verschlechtern.
Daher gibt es nur ein Mittel: Bürger wehrt Euch!

Was können wir Bürger dagegen unternehmen? Ein wichtiger Schritt ist bereits getan. Ende September 2014 hat sich in Bahlburg das Bürgerbündnis Nordheide aus 15 lokalen Bürgerinitiativen gebildet. Das Bürgerbündnis hat sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit allen betroffenen Anwohnern die geplanten Neubaustrecken zu verhindern. Dieses Ziel können wir nur mit Einigkeit und Geschlossenheit erreichen – denn die Bahn ist ein großer Gegner, der aber nicht unschlagbar ist. Daher haben wir mit dem Aktionsbündnis für die Ostheide im Landkreis Uelzen eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Einen Flyer mit diesen Informationen und einen Steckenplan, können Sie sich hier zum lesen und gerne auch zum verteilen herunterladen.

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